II.) Abschlußart

1.) In Österreich werden die Leistungen nach Laktationen erhoben und abgeschlossen (Laktationsmethode). Zusätzlich werden auch die Jahresleistungen errechnet

 

2.) Für Leistungsausweise, Statistiken und Veröffentlichungen wird die 305-Tage-Leistung (Standardlaktation) verwendet. Sie umfaßt die Milchmenge, den durchschnittlichen Fett- und Eiweißgehalt und die Fett- und Eiweißmenge, welche für die ersten 305 Tage jeder Laktation ermittelt wurden. Ist die Gesamtlaktation kürzer als 305 Tage, gilt sie als Standardlaktation, wenn die Kuh normal trockengestellt wurde und die Laktationsdauer mindestens 250 Tage beträgt.

 

3.) Alle Standardlaktationen einer Kuh sind in den Leistungsausweisen ohne Korrektur und Änderung anzugeben.

 

4.) Als Standardlaktation scheiden Ergebnisse aus:

a) wenn die Kuh nicht vom Abkalben an unter Kontrolle steht oder eine allfällige Säugeperiode länger als 75 Tage gedauert hat

b) wenn die Kontrolle während einer Laktation länger als 75 Tage (Abstand zwischen zwei Kontrollen) für einzelne Kühe oder für ganze Herden aus Gründen des Jahresurlaubes oder von Veterinärvorschriften aussetzt. Im Falle von Veterinärvorschriften, die ein ganzes Gebiet betreffen, kann die Prüfung für maximal 100 Tage unterbrochen werden

c) wenn innerhalb der ersten 305 Tage nach Leistungskontrollen Kalb saugt Kontrollen folgen und dieser Zeitraum größer als 75 Tage ist

d) wenn die Kuh vor dem Trockenstellen abgeht und dieser Zeitpunkt vor dem 270. Tag liegt; wenn die Laktationsdauer aber mindestens 250 Tage beträgt, kann das Ergebnis als Standardlaktation ausgewiesen werden.

e) wenn eine beeinträchtigte Leistung vorliegt (siehe Punkt VI).

 

5.) Aus zwei Teillaktationen in verschiedenen Betrieben kann eine Standardlaktation errechnet werden, wenn nicht die Punkte II/4/ad zur Anwendung kommen.

 

6.) Verwirft eine Kuh während einer Laktation nach dem 210. Trächtigkeitstag, beginnt eine neue Laktation; ein Verwerfen am oder vor dem 210. Trächtigkeitstag unterbricht eine laufende Laktation nicht.

 

7.) Die ununterbrochene Sömmerung von mehr als 60 Tagen auf einer Fläche, die im Almkataster eingetragen ist, wird als gealpt vermerkt (A).

 

8.) Im Betriebsabschluß und in den Jahresberichten werden jene Laktationen verwendet und zusammengefaßt, die in einem Zeitraum von einem Jahr bis zu einem festgelegten Stichtag (Ende des Kontrolljahres) geendet haben. Das Kontrolljahr beginnt einheitlich in allen Bundesländern am 1. Oktober und endet am 30. September des Folgejahres.

 

9.) Für Wirtschaftlichkeitsberechnungen kann die durchschnittliche Kuhzahl und die Stallsumme in Milchmenge, Fettmenge und Eiweißmenge für den Zeitraum je eines Kontrolljahres erhoben werden.

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